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Verpflichtungen Legionellenuntersuchung

Für die meisten Hauseigentümer und Hauseigentümergemeinschaften besteht für das Trinkwasser seit dem 01. November 2011 die Überprüfungspflicht auf Legionellen. Die Trinkwasserverordnung gibt hier klare Vorgaben:

§ 13 Die Anzeigepflicht (veraltet): Wenn Trinkwasser im Rahmen einer gewerblichen Tätigkeit abgegeben wird, muss die Anlage unverzüglich beim Gesundheitsamt angezeigt werden (nach § 13 Abs. 5). Die Anzeigepflicht betrifft also auch Vermieter, die dem Mieter das Trinkwasser bereitstellen.
Anmerkung: Die Anzeigepflicht wurde mittlerweile zum großen Teil zurückgenommen. Neu hinzugekommen ist § 21, die Informationspflicht.

§ 14 Die Untersuchungspflicht: Der […] Inhaber einer Wasserversorgungsanlage […] haben das Trinkwasser in der Wasserversorgungsanlage auf den Parameter Legionella spec. durch systemische Untersuchungen […] untersuchen zu lassen (nach § 14b).
Dies betrifft alle Warmwasserspeicher mit einer Speicherkapazität von 400 l oder wenn das Rohrvolumen zwischen Wassererwärmer und Entnahmestelle 3 l überschreitet.

Die Untersuchung auf Legionellen ist somit für fast alle Mehrfamilienhäuser in Deutschland verpflichtend!

Was ist zu tun?

Hauseigentümer, Hauseigentümergemeinschaften oder die entsprechenden Hausverwaltungen müssen ohne die Aufforderung des Gesundheitamtes der Überprüfung auf Legionellen nachkommen.

Hierfür muss ein durch das Labor berechtigter Probenehmer vor Ort die Trinkwasserproben nehmen und im akkreditierten Labor müssen die Wasserproben untersucht werden.
Wird der Maßnahmenwert von 100 Legionellen pro 100 ml Trinkwasser überschritten, muss unbedingt eine genaue Analyse der Gefährdung erfolgen und die Trinkwasseranlage muss gesondert überprüft werden.

Wo liegen die Legionellen-Entnahmestellen?

Der Hausverwalter oder Hauseigentümer sollte dem Labor die nötigen Informationen zur Probenahme für die Legionellen-Überprüfung bereitstellen. So sollte dafür gesorgt werden, dass der Probenehmer an die geeigneten Entnahmestellen geführt werden kann. Dies heißt: Türen dürfen nicht verschlossen und die Entnahmestellen müssen sich für die Probenahme eignen und den allgemeinen anerkannten Regeln der Technik entsprechen. Die Entnahmestellen sollten eindeutig gekennzeichnet sein oder ein Ansprechpartner vor Ort sollte dem Probenehmer zur Seite stehen. Die Festlegung der Entnahmestellen ist nicht die Aufgabe des Probenehmers, sondern die Aufgabe der UsI. In der Regel können Personen, die nach VDI 6023 A geschult sind, mit der Entnahmestellenfestlegung beauftragt werden.

Je nach Installation und Anzahl der Steigstränge müssen unterschiedlich viele Entnahmestellen beprobt werden.
In der Regel sind mindestens 3 Entnahmestellen auf Legionellen zu überprüfen. Im Vor- und Rücklauf des Warmwasserbereiters und an der weit entferntesten Entnahmestelle (beispielsweise im obersten Bad das Waschbecken).

Skizze Entnahmestellen Legionellenuntersuchung