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Pflichten Hauseigentümer

Vorgaben der Trinkwasserverordnung

Im Trinkwasser dürfen keine krankheitserregenden Keime vorkommen, die die menschliche Gesundheit beeinträchtigen können. Für die Unbedenklichkeit und Reinheit des Trinkwassers ist ab der Übergabestelle der jeweilige Hausbesitzer verantwortlich.

Die deutsche Trinkwasserverordnung (TrinkwV) gibt hier klare Normen vor, die von den Wasserversorgern sowie den Hauseigentümern eingehalten werden müssen. Mit den aktuellen Regelungen der Trinkwasserverordnung werden teilweise Grenzwerte verschärft. Angeordnet werden die Novellierungen der Trinkwasserverordnung von dem Bundesministerium für Gesundheit im Einvernehmen mit dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit.

Überall, wo Trinkwasser für den menschlichen Gebrauch genutzt wird, muss das Wasser den hohen Anforderungen der Trinkwasserverordnung gerecht werden.

Hausverwaltungen- Legionellen-Untersuchungspflicht

Für Inhaber einer Wasserversorgungsanlage (UsI) besteht eine Untersuchungspflicht des Trinkwassers, wenn es sich dabei um eine Großanlage zur Trinkwassererwärmung nach der Definition der allgemein anerkannten Regeln der Technik handelt.
Dies betrifft demnach Warmwasserspeicher mit einer Speicherkapazität von 400 l oder wenn das Rohrvolumen zwischen Wassererwärmer und Entnahmestelle 3 l überschreitet. (Die ursprüngliche Anzeigepflicht einer Anlage ist mittlerweile zum großen Teil wieder zurückgenommen).

Die neuen Regelungen zur Untersuchung auf Legionellen betreffen fast alle Mehrfamilienhäuser in Deutschland. Die Trinkwasserverordnung regelt hier nämlich, dass die Abgabe von Trinkwasser im Rahmen einer gewerblichen Tätigkeit unter den bereits genannten Bedingungen vorgeschrieben ist.
Somit betrifft dies auch Vermieter.

Die Untersuchungspflicht besteht für Anlagen, die Duschen oder andere Einrichtungen enthalten, in denen es zu einer Vernebelung des Trinkwassers kommt. Der Umfang und die Häufigkeit der Untersuchungen bestimmen sich nach der aktuellen TrinkwV.

Neue Regelungen – Untersuchungspflicht Legionellen

Für Legionellen gab es in der alten Trinkwasserverordnung noch keinen Grenzwert. Dies hat sich seit dem 01. November 2011 geändert. Für Legionellen wurde ein technischer Maßnahmewert von 100 (KBE) pro 100 ml Trinkwasser festgesetzt (aus TrinkwV von 2011, Anlage 3 zu § 7 Teil 2).

Wird der Grenzwert von 100 Legionellen pro 100 ml Trinkwasser erreicht oder überschritten, muss eine Gefährdungsanalyse erfolgen und die Trinkwasseranlage muss hier auf den Prüfstand.

Wasseranalytik vom akkreditierten Labor

Nach Trinkwasserverordnung (TrinkwV) dürfen nur nach DIN EN ISO 17025 akkreditierte Labore, die von den Gesundheitsämtern geforderten Untersuchungen durchführen. Mit der Akkreditierung ergeben sich Anforderungen an die Labore, die erforderliche Untersuchungsqualität durch verschiedene Maßnahmen sicherzustellen. Hierbei dürfen im Regelfall nur bestimmte Untersuchungsverfahren (allgemein anerkannte Regeln der Technik, z.B. EN ISO 11731:2019-03, UBA-Empf. v.18.12.2018) angewendet werden, die zu richtigen bzw. vergleichbaren Ergebnissen führen.

Die Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit des akkreditierten Labors wird dann durch interne und externe Verfahren zur Qualitätssicherung gewährleistet. Hierzu gehören insbesondere zu bestehende Ringversuche und Begutachtungen durch die Deutsche Akkreditierungsstelle (DAkkS). Diese übernimmt die fachliche Aufsicht der zuständigen Landesstelle, die dann nur noch die administrative Aufgabe der Zulassung der in dem jeweiligen Bundesland ansässigen Labore übernimmt. Ein so in einem Bundesland zugelassenes Labor kann im Rahmen seiner Zulassung in allen Bundesländern die Trinkwasseruntersuchungen anbieten.

Das Analyseergebnis kann bundesweit bei den Gesundheitsämtern vorgelegt werden.

Anforderungen eines Probenehmers

Die Untersuchungsstelle einschließlich der Probenahme müssen ganz bestimmten Anforderungen nachkommen. Der Probenehmer muss so unter anderem im System der Qualitätssicherung des Labors integriert sein und muss nach den allgemein anerkannten Regeln der Technik arbeiten. Dabei muss der Probenehmer eine Grundschulung besucht haben und sich die Kompetenz angeeignet haben, fachgerecht Wasserproben entnehmen zu können.

Im Schulungskurs muss unter anderem behandelt werden, welche rechtlichen und technischen Aspekte für die Probenahme von Bedeutung sind und wie die Probenahme durchgeführt werden muss: Fachbegriffe, Mess-Instrumente, Ort der Probeentnahme, Auswahl der Probegefäße, Menge der Wasserprobe, Fehlerquellen, der Transport und auch die Dokumentation und das Anfertigen eines Protokolls. Auch die praktische Übung muss im Schulungskurs beinhaltet sein.

Sie möchten eine Grundschulung zur Trinkwasser-Probenahme besuchen? Nehmen Sie mit uns Kontakt auf!